Mit Hilfe eines Media-Servers können Musik, Videos und Bilder über das Netzwerk an DLNA-fähige Geräte (beispielsweise Smart-TV) gestreamt werden.

Für den Raspberry Pi gibt es den DLNA-Server MiniDLNA, welchen wir im Folgenden installieren und einrichten werden.

 

Die Installation ist über die Paketverwaltung gewohnt einfach.

 

Die Konfiguration von MiniDLNA erfolgt in der Datei /etc/minidlna.conf.

Entscheidend ist hier der Eintag media_dir, da über diesen das Verzeichnis mit den bereitzustellenden Daten festgelegt wird. Möchten wir zum Beispiel alle Daten in /var/daten/dlna freigeben passen wir den Eintrag wie folgt an:

Es ist auch möglich getrennte Verzeichnisse für Audio (A), Bilder/Pictures (P) und Videos (V) nach folgendem Muster anzugeben:

 

Etwas weiter unten müssen wir noch die Zeile #network_interface= ändern und die verwendete Netzwerkschnittstelle (eth0 oder wlan0) eintragen.

Damit MiniDLNA automatisch neue Dateien erkennt und hinzufügt entfernen wir noch die # vor dem entsprechenden Eintrag in der minidlna.conf.

Den bei den Clients angezeigten Namen unseres DLNA-Servers können wir bei friendly_name= angeben.

 

Sind alle Einstellungen angepasst und die Datei gespeichert starten wir MiniDLNA neu um die Änderungen zu übernehmen.

MiniDLNA fängt nun an seinen Index der Mediendateien aufzubauen. Dies kann einige Zeit dauern.

Den aktuellen Status könnt ihr über einen Browser über http://raspberrypi:8200 abfragen. Dabei müsst ihr raspberrypi durch den Hostnamen oder die IP-Adresse eures RasPi ersetzen.

DLNA-Clients im lokalen Netzwerk (zum Beispiel ein Smart-TV oder Windows) sollten nun bereits den RasPi Media-Server anzeigen und verwenden können.