Samba ermöglicht es Verzeichnisse auf dem Raspberry Pi freizugeben, sodass auf diese von anderen Computern im lokalen Netzwerk aus zugegriffen werden kann.

Durch den Samba-Server und entsprechende Freigaben wird unser RasPi zu einem NAS (Network Attached Storage, engl. netzgebundener Speicher).

 

Installation

Installiert wird Samba ganz einfach über die Paketverwaltung:

Das wars auch schon 🙂

 

Konfiguration

Die Konfiguration von Samba erfolgt in der Datei /etc/samba/smb.conf.

Zusätzlich zu den Einstellungen müssen noch die entsprechenden Samba-Benutzer angelegt werden. Dazu aber im nächsten Abschnitt mehr.
Den gesamten oberen Teil der Konfiguration können wir so lassen.

Den unteren Teil passen wir an, indem wir den [homes]-Bereich auskommentieren und unsere eigenen Freigaben ganz unten hinzufügen. Wenn wir Cups für die Druckverwaltung verwenden, dann passen wir den Eintrag path im Bereich [print$] dementsprechend an.

Der untere Teil der smb.conf könnte dann Beispielsweise so aussehen:

Dabei erstellen wir eine Freigabe namens Austausch für das Verzeichnis /var/daten/austausch/. Auf diese Freigabe dürfen die Benutzer pi, kp und siegbert zugreifen und Gäste sind auch erlaubt. Die Anweisung force user = pi sorgt dafür, dass im Dateisystem die Dateien und Ordner unabhängig vom Samba-Benutzer dem System-Benutzer pi gehören.

Außerdem erstellen wir eine Freigabe mit dem Namen Fotos für /var/daten/fotos/, auf das nur der Samba-Benutzer kp Zugriff hat.

 

Nachdem wir die Konfiguration angepasst haben müssen wir den Samba-Server neu starten, damit die Änderungen übernommen werden.

 

Samba-Benutzer

Damit die Freigabe funktioniert, müssen wir noch die entsprechenden Samba-Benutzer anlegen.

Für jeden Samba-Benutzer muss auch auf dem System ein Benutzer vorhanden sein. Diesen System-Benutzer können wir wie folgt anlegen, wobei wir ihm keine weitere Rechte einräumen, da er ja nur für Samba benötigt wird. Die Nachfragen nach Vollständer Name etc. können dabei einfach durch drücken der Enter-Taste übersprungen werden.

Ist der System-Benutzer vorhanden beziehungsweise neu angelegt, können wir mittels smbpasswd zu einem Samba-Benutzer machen und dabei sein Samba-Passwort festlegen.

Möchten wir nur das Passwort für einen bestehenden Samba-Benutzer ändern lassen wir einfach das -a weg.